Alter Dorfkrug Staffelde
1. Kita-Träger-Treffpunkt

 

 

Frau Dr. Corinna Bredow,

 

Leiterin des Referats „Kindertagesbetreuung“ des Landesjugendamtes Brandenburg, referiert über das Thema:

 

„Das Recht der Kinder, Rechte zu haben.“

-Anregungen zum Umgang mit Beschwerden von Kindern und Eltern-

 

 

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, sich zu diesem Thema auszutauschen. Der Meinungsaustausch wird von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des KomNet-Teams des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. an der Universität Potsdam (IFK) begleitet.

 

Wann:   Donnerstag, den 29.08.2013, von 9.30 bis 13.30 Uhr

 

Wo:       „Alter Dorfkrug Staffelde“, Staffelder Dorfstr. 19, 16766 Kremmen OT Staffelde

 

 

 

Anmeldung

 

 

Die Teilnahmegebühr beträgt 50 € pro Person und beinhaltet einen Imbiss und Getränke.

 

Bild_KomNet_Logo

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 40 Personen begrenzt.

 

Anmeldungen sind bis zum 15. August 2013 mit dem Anmeldeformular oder per E-Mail möglich.

 

 

Wenn Sie sich bei uns anmelden, erhalten Sie – sofern noch Plätze frei sind – eine Registriernummer und eine Zahlungsaufforderung für die Teilnahmegebühr. Sobald Ihre Teilnahmegebühr auf dem Konto der IPV GmbH eingegangen ist, übermitteln wir Ihnen Ihre Teilnahmebestätigung.

 

PDF – Anmeldeformular

 

 

Die Relevanz des Themas

 

Kinderrechte sind Menschenrechte! Das Übereinkommen über die Rechte der Kinder (KRK), welches 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und in Deutschland 1992 in Kraft getreten ist, verpflichtet nicht nur den Bund und die Politik, sondern vielmehr auch alle in der Kindertagesbetreuung Tätigen, diese Rechte zu wahren und umzusetzen. Bereits in diesem Übereinkommen wird auf die Verantwortung des Staates unter Artikel 13 und 14 hingewiesen, die Freiheit der Meinungs- und Gedankenäußerung der Kinder zu gewährleisten (vgl. BMFSFJ, 2012).

 

Im Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von 2006 zur Umsetzung dieses Übereinkommens wird die Beteiligung der Kinder im schulischen Bereich in den Mittelpunkt der Sicherstellung der Rechte der Kinder gestellt. Es wird also ausdrücklich nicht nur auf den Schutz des Wohles der Kinder verwiesen, sondern auch auf die für das Wohl der Kinder wichtigen Partizipationsmöglichkeiten.

 

Das am 22.12.2011 verabschiedete und am 01.01.2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) stellt ein neues Konzept des Schutzes der Rechte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland dar. Zentral für die Politik und den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe ist das Gesetz unter Artikel 1 „zur Kooperation und Information im Kinderschutz“, welches die staatliche Mitverantwortung definiert und das Kernkonzept der „Frühen Hilfen“ als Maßnahme bundesweit implementieren soll. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines Netzwerkes, das sich aus einer Vielfalt an Professionalitäten zusammensetzen soll (u.a. den Gesundheitsämtern, Familiengerichten und Kitas), von denen jede einzelne eine Verantwortung für das Wohl des Kindes trägt (Bundestag, 2011).

 

 

Diese gesetzlichen Novellierungen im Bereich der Kindeswohlgefährdung stellen neue Aufgaben an die Träger der Kindertagesbetreuung und an die Kitas. Als eine Neuheit sind insbesondere die unter  § 45 Artikel 2 verabschiedeten Änderungen des Sozialgesetzbuches (VIII) hinsichtlich der Betriebserlaubnis anzusehen. Diese wird seit Januar 2012 nur noch dann vergeben, wenn „ … in der Einrichtung geeignete Verfahren der Beteiligung sowie der Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten …“ gegeben sind; diese sind nachweislich im Kita-Konzept auszuweisen. Dabei müssen sich die Träger und Einrichtungen der Kindertagesbetreuung mit zahlreichen Fragen auseinandersetzen, die sich einerseits auf mögliche Partizipations- und Beschwerdemethoden sowie andererseits auf die Möglichkeiten zur Umsetzung der gesetzlichen Regelungen beziehen.

 

 

Frau Dr. Bredow wird in ihren Ausführungen auf die zentralen gesetzlichen Bestimmungen und die damit verbundenen Anforderungen an die Träger eingehen. Hierbei wird sie speziell über die Zulassungsbedingungen für die Betriebserlaubnis, über relevante Kompetenzen des Träger- und Kita-Personals, über die Zusammenarbeit mit den Jugendämtern sowie über praxisbezogene Möglichkeiten der Einbeziehung von Kindern und Eltern in die Wahrnehmung ihrer Beschwerderechte berichten.

 

 

 

Quellen:

 

Bundestag (2011). Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen (Bundeskinderschutzgesetz – BKiSchG). Im Internet: https://www.dbjr.de/fileadmin/user_upload/pdf-dateien/BKiSchG/120104Ver%C3%B6ffentlBGBl.pdf. (Abgerufen am 05.07.2013).
Kultusministerkonferenz (2006). Erklärung der Kultusministerkonferenz vom 03.03.2006 zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes. Im Internet: https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2006/2006_03_03-Rechte-des-Kindes-UN.pdf. (Abgerufen am 05.07.2013).
BMFSFJ – Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2012). Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Im Internet: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Pakte_Konventionen/CRC/crc_de.pdf. (Abgerufen am 05.07.2013).